über uns Aktuelles + Archiv Projekte Publikationen + Links Termine Impressum + Kontakt

  Aktuelles 2018      
           Aktuelles aus dem Jahr 2017  
                 Aktuelles aus dem Jahr 2016  
                  Aktuelles aus dem Jahr 2015  
  Übersicht:              Aktuelles vor dem Jahr 2015  
 
  Neuauflage: Die Wittekindsburg. Frühe Burgen in Westfalen Band 11
06-10-2018 Besuch des neuen Werburg-Museums in Spenge am 6. Oktober 2018, 15.00 Uhr
30-09-2018 Ein weiterer Baustein im Landwehrpuzzle
23-09-2018 Gemeinsame Exkursion des FAN und der GeFAO nach Ostwestfalen/Lippe
5-09-2018 Reizvolles Konzert in der Kapelle
1-07-2018 Neues Kooperationsprojekt zur Landwehrforschung
26-06-2018 Verträumter Nachmittag mit viel Musik auf dem Wittekindsberg
24-06-2018 Mitgliederversammlung 2018 im Schloss Neuhaus, Residenzsaal
19-05-2018 Neuer Band der Gesellschaft zur Förderung der Archäologie in Ostwestfalen
15-05-2018 Duo con Spirito in der Margarethenkapelle
3-05-2018 Klassik und Jazz in der Margarethenkapelle
 1-05-2018 7. Tagung Römer in Nordwestdeutschland
29-04-2018   Bereits im 5. Jahr - Musik mit jungen Künstlern auf dem Wittekindsberg
23-02-2018   „Ich Mann. Du Frau. Feste Rollen seit Urzeiten?“
     



         
  Neuauflage: Die Wittekindsburg. Frühe Burgen in Westfalen 11

Wer die Menschenmenge meiden möchte, die sich seit Eröffnung des neuen Informations- und Gastronomiezentrums am Kaiser-Wilhelm-Denkmal konzentriert, dem sei eine Wanderung auf den Kamm des Wittekindsbergs empfohlen. Hinter dem Denkmal geht es nach oben. Nach etwa 45 Minuten erreicht man nicht nur die historische Gaststätte „Berghotel Wittekindsburg“, sondern auch das gleichnamige Kulturdenkmal, Reste einer ausgedehnten eisenzeitlichen Burganlage. Wälle und das sogenannte Häverstädter Tor sind sichtbare Geschichtsspuren, die beweisen, dass man schon vor über 2.300 Jahren die Lage oberhalb der Weser zu schätzen wusste und dass es Gründe gab, hier eine Befestigung zu errichten.

Viele kennen die Sage von der Begegnung Widukinds und Karls des Großen hier oben auf dem Berg; dafür ließen sich aber bei mehreren archäologischen Forschungskampagnen kein Belege finden. Erst im 9./10. Jh. wurde die Befestigung wieder genutzt und weiter ausgebaut. Im Jahr 993 wird von einer frommen Klausnerin namens Thetwif berichtet, die hier mit einigen weiteren Nonnen lebte. Mit den Grundrissen der Kreuzkirche, die heute unter einem von der GeFAO e.V. errichteten gläsernen Schutzbau zu sehen sind, wird eine außergewöhnliche sakrale Architektur dieser Zeit sichtbar. Gräber im Inneren von einer erwachsenen Frau und vier Kindern geben den Archäologen Rätsel auf. Handelt es sich bei der Frau um Thetwif? In welcher Beziehung stehen die Kinder etwas zu dieser Frau?

Rolf Plöger, Mitglied der Altertumskommission für Westfalen, die sich seit über 100 Jahren der Erforschung westfälischer Burgen widmet, hat die erneute Überarbeitung des Heftes zur Wittekindsburg übernommen, Altgrabungen ausgewertet und diese um den neuesten Forschungsergebnissen erweitert. Die Kapitel über die geografische Lage der Burg, die Beschreibung der Wälle, besonderer archäologische Befunde z. B. zur Kreuzkirche und archäologische Rekonstruktionen machen das Heft zu einem informativen Begleiter für den Besucher der Wittekindsburg. Es gibt viele Geheimnisse auf dem Wittekindsberg und viele Spuren aus der bewegten Geschichte zu entdecken.

Rolf Plöger, Die Wittekindsburg an der Porta Westfalica, Kreis Minden-Lübbecke. Frühe Burgen in Westfalen, Heft 11, 3. Auflage, 36 Seiten, 27 Abbildungen, ISSN 0939-4745
UVP 3,50 € zzgl. Porto und Verpackungspauschale
Bezug: Altertumskommission für Westfalen, An den Speichern 7, 48157 Münster; Telefon: 0251/591-8990


Bestellung:
https://www.altertumskommission.de/de/kontakt/

nach oben
 

Das Titelbild zeigt in einem Luftbild (1996) die Fundamente der sog. Kreuzkirche. Die Grabungen der LWL-Archäologie für Westfalen wurden –  teilweise mit finanzieller Unterstützung der GeFAO e.V.  – in den Jahren 1996 und 1997 durchgeführt. In den folgenden Jahren 2000‒2009 hat die GeFAO e.V. darüber einen gläsernen Schutzbau errichtet.
Foto:
© LWL-Archäologie für Westfalen/S. Brentführer
 
         
   
         
  6. Oktober 2018

Besuch des Werburg-Museums in Spenge am 6. Oktober 2018, 15.00 Uhr

Herr Dr. Werner Best, Gründungsmitglied der GeFAO e.V., bietet den Mitgliedern der GeFAO eine Führung durch das neue Werburg-Museums in Spenge an. Die Führung dauert  ca. 1 Stunde. Anschließend können die Teilnehmer noch in der Cafeteria selbst gebackenen Kuchen genießen.

In der 550 Jahre alten Werburg in Spenge eröffnete 2016 das Werburg-Museum. Die Konzeption der Ausstellung erschließt Kindern wie Erwachsenen das Leben auf einem Gut des westfälischen Kleinadels in der Renaissance und des Barock. Archäologische Funde, die ausschließlich bei Grabungen in der Burg entdeckt wurden, bilden die Grundlage der Ausstellung. Kinder können in einer nachgestellten Grabung „Archäologe für einen Tag“ werden. Erwachsene erfahren, warum Trinkspiele mit einem Passglas am Tisch begannen und in der Regel unter dem Tisch endeten. Dies und viele weitere Aspekte des adeligen und bäuerlichen Lebens erzählen die präsentierten Funde, die die LWL-Archäologie für Westfalen als Dauerleihgabe zur Verfügung stellte. Ein Besuch des Werburg-Museums und des Museumscafes lohnt sich immer. 

Der Eintritt in das Museum beträgt bei einer Gruppe (ab 15 Personen) EUR 3,00, ansonsten EUR 4,00.

Webseite des Werburg-Museums: http://werburg-museum-spenge.de/

Anmeldung zu dieser Veranstaltung bis zum 3. Oktober 2018 erforderlich unter info@gefao.de

nach oben
 
Beide Fotos: © Werburg-Museums in Spenge.
 
   
  30. September 2018

Ein weiterer Baustein im Landwehrpuzzle

Stück für Stück werden die Forschungen zu den westfälischen Landwehren von der Altertumskommission für Westfalen zusammengetragen und ergänzt. Das erste ostwestfälische Teilprojekt in Zusammenarbeit mit der GeFAO wurde nun erfolgreich abgeschlossen.


Von Juli bis Ende September befasste sich die Archäologin Birte Reepen M.A. mit der systematischen Erfassung von Landwehrresten in Minden-Lübbecke, Bielefeld und Gütersloh. Dabei wurden Informationen zu bekannten Bodendenkmälern und bisherige Forschungs-ergebnisse erstmals umfassend in einer Datenbank und einer westfalenweiten Kartierung zusammengetragen. Diese Informationen dienten als Grundlage um gezielt nach weiter-gehenden Hinweisen auf Landwehren zu forschen. Die Sammlung konnte so um zahlreiche Kartenausschnitte und Literaturquellen ergänzt werden in denen z.B. (Flur-)Namen und besondere Siganturen auf den ehemaligen Verlauf von Landwehren hinweisen. Die Kartierung enthält nun neben den Flurnamen auch die (ehemaligen) Standorte von Warttürmen und die Lokalisierung von Landwehrdurchlässen, die häufig durch Schlagbäume gekennzeichnet waren. Außerdem wurden die bekannten und rekonstruierten Verläufe der Befestigungs-anlagen der Landwehren eingetragen. Neben den genannten Hilfmitteln halfen auch Luftbilder und Digitale Geländemodelle bei der Rekonstruierung weiterer Teilstücke.


Soweit wie möglich wurden die Teilstücke zu Funktionseinheiten zusammengefasst, sodass Stück für Stück die Gliederung der mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Kulturlandschaft erschlossen werden kann. Im Bearbeitungsgebiet finden sich besonders häufig Hinweise auf die befestigten Grenzen zwischen verschiedenen Herrschaftsbereichen (z.B. von Ravensberg und Rheda). Neben Stadtlandwehren (z.B. Bielefeld) gibt es aber auch zahlreiche kürzere Wallanlagen, die als Wegesperren etwa den Verkehr kontrollierten. Solche Wegesperren finden sich hier häufig entlang des Teutoburger Waldes, wo sie bedeutende (Fern-)Straßen überwachten.


nach oben


 

Ausschnitt aus der Kartierung mit verschiedenen Hinweisen auf Landwehrreste (Quelle: © Altertumskommission für Westfalen/B. Reepen)
 
  23. September 2018

Gemeinsame Exkursion des FAN und der GeFAO nach Ostwestfalen/Lippe

nach oben
     
   
  5. September 2018

Reizvolles Konzert in der Kapelle


Porta Westfalica-Barkhausen (hil).Der Ort für dieses Konzert hätte nicht besser gewählt sein können. Mitten im Wald, im historischen Gemäuer der Margarethenkapelle hinter der Wittekindsburg, findet mit dem dritten Konzert der Reihe „Musik mit jungen Künstlern“ statt. Passend, weil die die musikalische Ausrichtung der Veranstaltung sich im übertragenen Sinn mit der Natur beschäftigte.

„Waldszenen und Gärten von Freuden und Traurigkeit – Farben des Impressionismus“ lautet der Programmtitel. Die Komponisten des Impressionismus haben drei Instrumente aus unterschiedlichen Gruppen klanglich reizvoll zusammengefügt. Flöte, Bratsche und Harfe bilden diese ungewöhnliche Besetzung, gespielt von drei Studentinnen der Musikhochschule Detmold: Tekla Varga aus Budapest, Verena Weber aus Memmingen und Louise Augoyard aus Frankreich. Sie intonieren Stücke von Claude Debussy, Sofia Asgatowna Gubaidulina, Mel Bonis und Ladislas de Rohozinski.

Diese Komponistinnen und Komponisten haben die Werke des Impressionismus eigenwillig interpretiert. Claude Debussy gilt dabei als Bindeglied zwischen Romantik und Moderne. Seine Sonate für Flöte, Harfe und Bratsche ist subtil und die darauf sensibel abgestimmten Klangwelten faszinieren.

So auch in der Margarethenkapelle, wo Tekla Varga an der Flöte gemeinsam mit Verena Weber auf der Bratsche einen Klangteppich erarbeitet, der sich mal kräftig, dann wieder mit hauchdünnen Nuancen im gesamten Raum der Kapelle ausbreitet und eine fast sakrale Stimmung aufkommen lässt – unterstützt durch das ebenso feingliedrigen Harfenspiel von Louise Augoyard. Was die drei jungen Musikerinnen auf ihren Instrumenten leisten, ist ein Hochgenuss für die Ohren und sensibilisiert alle Sinne.

Von Claude Debussy wird das Tempo di Minuetto gespielt und im Finale das „Allegro moderato – ma risoluto“. Faszinierend auch die Werke von Mel Bonis, der Künstlername von der französischen Komponistin Mélanie Hélène Bonis. „Invocation“ oder „Pour Artemis“ sind Werke, die von der Spätromantik bis hin zu Einflüssen des Impressionismus geprägt wurden. Hierbei setzen Tekla Varga, Verena Weber und Louise Augoyard ihre Instrumente vollkommen anders ein. Manchmal kommt eine beinahe zen-artige Klangstruktur dabei heraus.

Die Studentinnen präsentieren eine erstklassige musikalische Leistung, die das Publikum mit dem gebührenden Applaus honoriert. Es ist mittlerweile das fünfte Jahr, dass in den Sommermonaten Konzerte mit jungen Künstlern auf dem Wittekindsberg stattfinden. Die Gesellschaft zur Förderung der Archäologie in Ostwestfalen initiierte in Kooperation mit der Musikhochschule Detmold und der Hochschule für Kirchenmusik Herford die „Konzertreihe Wittekindsberg“. Eine Reihe, die wohl auch in den kommenden Jahren aktuell bleiben wird. Das jüngste Konzert verdeutlicht, mit welch hoher Qualität und Ernsthaftigkeit junge Künstler ihrem Anspruch an großartige Musik gerecht werden.

Michael Hiller am 05.09.2018

Copyright © Mindener Tageblatt 2018

nach oben
 

Flöte, Bratsche und Harfe repräsentieren drei unterschiedliche Instrumentalgruppen. Sie gehen beim Konzert eine spannende und überaus hörenswerte Verbindung ein. Foto: Michael Hiller (© Hiller)
 
         
   
  1. Juli 2018

Neues Kooperationsprojekt zur Landwehrforschung


Im Jahr 2016 begann die Altertumskommission für Westfalen mit der systematischen Aufarbeitung der bisherigen Landwehrforschungen in Westfalen. Bisher wurden die Kreise Borken, Steinfurt und Coesfeld von Deborah Zarnke M.A. bearbeitet.

Nun fördert die Gesellschaft zur Förderung der Archäologie in Ostwestfalen in Kooperation mit der Altertumskommission die Bearbeitung der ostwestfälischen Landwehren. Von Juli bis Ende September wird die Archäologin Birte Reepen M.A. sich den Wall-Grabensystemen, Schlagbäumen, Warttürmen, aber auch geologisch bedingten Sperren in den Kreisen Minden-Lübbecke, Bielefeld und Gütersloh widmen.

Im Rahmen des Projektes soll der in weiten Teilen zuletzt bei der Schnellinventarisation in den 1980er-Jahren erfasste Bestand an erhaltenen Landwehren aufgearbeitet werden. Zur Überprüfung werden sowohl historische Methoden wie die Flurnamenforschung und die Durchsicht von Altkarten als auch moderne Methoden wie Luftbildarchäologie und die Auswertung digitaler Geländemodelle herangezogen. Diese systematische, überregionale Herangehensweise wurde bereits erfolgreich im nordwestlichen Landesteil angewandt, wo Vermutungen korrigiert und neue Landwehrabschnitte ergänzt werden konnten.

Die Aufnahme erfolgt in einer Google Earth Pro Kartierung, die es in Zukunft ermöglichen soll weitere Forschungsschwerpunkte mit den Ergebnissen der Landwehrforschung zu verknüpfen. Dazu zählen z.B. Stadtbefestigungen, Wegenetze oder Siedlungskammern.

nach oben

 

Ein Abschnitt der ravensbergisch-lippischen Landwehr in einer Karte von 1784 © Stadt Bielefeld, Amt für Geoinformation und Kataster (CC BY 4.0).
 
         
       
  26. Juni 2018

Verträumter Nachmittag mit viel Musik auf dem Wittekindsberg


Porta Westfalica-Barkhausen (lbg) Für König Friedrich Wilhelm IV. wurde im Sommer 1842 eigens eine Schneise in den Buchenwald geschlagen. So konnte Seine Majestät die Margarethenkapelle gut erreichen, wo er in dem frisch renovierten Kirchenbau an einer Feierstunde teilnahm. Zu Fuß hatte er sich aufgemacht, den Wittekindsberg zu besteigen, angesichts des kolportierten Sonnenscheins an diesem Augusttag ein durchaus vergnügliches Unterfangen.

Heute ist der Fußweg hinauf zur Wittekindsburg, Kapelle und Kreuzkirche eher eine Option für sportlich Ambitionierte. Die Veranstalter der Konzertreihe richten kurzerhand einen eigenen Shuttle-Verkehr ein. Und so finden dem grassierenden WM-Fieber zum Trotz gut 50 Besucher den Weg hinauf zur etwas versteckt gelegenen Margarethenkapelle. Die unklaren Zufahrts- und Parkmöglichkeiten hier oben findet Hans-Helmut Preusse von der veranstaltenden „Gesellschaft zur Förderung der Archäologie in Ostwestfalen“ (GeFAO) ziemlich chaotisch. Als Königsweg empfiehlt sich da ein schöner Sonntagsspaziergang.

Die kleine Kapelle stammt aus dem 13. Jahrhundert. Den schlichten Innenraum mit kleinem Altar, großem Holzkreuz und bunten Glasfenstern haben die Veranstalter mit Sonnenblumen und Lavendel geschmückt, Kerzenlicht bietet ein festliches Ambiente.

Bis zu 70 Besuchern haben hier Platz, die Akustik mit dem starken Hall ist eine Herausforderung. Die fünf Musiker vom Jazzensemble der Hochschule für Kirchenmusik Herford-Witten sind froh, dass die Bänke gut besetzt sind. Das dämmt den Halleffekt, der intime Kirchenraum bietet ein eindringliches Klangerlebnis. „Ich swing mit Dir mit Herz und Mund“ betiteln die Musiker ihr Programm. Dazu zählen einige Jazz-Klassiker von Miles Davis und Richard Rogers, aber auch Kirchenlieder zum Mitsingen. „Wir machen mal ein bisschen Jazz“, lautet das Motto des Quintetts, das den Spaß am gemeinsamen Musizieren an diesem Sonntag äußerst entspannt rüberbringt.

Es ist das zweite Konzert in der kleinen Veranstaltungsreihe, die der Verein hier oben auf die Beine stellt. Die Margarethenkapelle im sommerlichen Wiehengebirgswald bietet eine eigentümliche und faszinierende Ausstrahlung. Es ist das Zusammenspiel von Livemusik, meditativem Kirchenraum, Naturerlebnis und archäologischen Fundstücken, das den Ausflug hierher so spannend macht. Positive Effekte erhofft sich die GeFAO vom neuen Besucherzentrum am Kaiser-Wilhelm-Denkmal. Doch bis dahin gibt es noch viel zu tun: Angefangen von den Parkplatzangeboten samt Shuttlebus über die Auszeichnung der Wanderwege bis hin zu einer koordinierten Darstellung sämtlicher Angebote auf dem Höhenzug.

Es macht den Charme der Margarethenkapelle aus, dass sich dieses Kleinod ein wenig wegduckt im Walde. Mit einem Ambiente wie gemacht für einen verträumten Sonntagnachmittag, der ein wenig aus der Zeit fällt.

„Summertime – and the Living is easy“, so beschließt das Jazzensemble sein Programm. Die nächste Gelegenheit für ein außergewöhnliches Konzerterlebnis bietet sich am Sonntag, 2. September ab 15 Uhr. Der improvisierte Shuttle-Verkehr den Berg hinauf dürfte bis dahin durch ein öffentliches Angebot geregelt sein.

Andreas Laubig am 19.06.2018

Copyright © Mindener Tageblatt 2018

nach oben
 

Copyright © Mindener Tageblatt 2018
 
         
   
  24. Juni 2018

Mitgliederversammlung mit Vortragsprogramm 2018

Am 24. Juni fand unsere diesjährige Mitgliederversammlung in Schloss Neuhaus statt.

Das gut besuchte Vortragsprogramm am Nachmittag behandelte Ergebnisse der Paderborner Stadtarchäologie. Zunächst referierte Sven Spiong über Kelleruntersuchungen an Beispielen der Paderborner Altstadt. Dabei konnte anhand von Beispielen gezeigt werden, dass das im 2. Weltkrieg fast vollständig zerstörte mittelalterliche Stadtbild von Paderborn noch anhand vieler Spuren im Boden der Altstadt nachvollziehbar ist. Außer Fundamenten, Gruben, Brunnen und Latrinen sind es häufig Keller, die unser Bild aus der Frühzeit Paderborns neu beleben. In seltenen Fällen haben sich aber auch ganze Räume in jüngeren Bauwerken erhalten. Der Vortrag zeigte Paderborner Beispiele aus dem 11. Jahrhundert, bei denen sich ganze Kellerräume aus den Mittelalter unter jüngeren Häusern erhalten haben.

Der zweite Vortrag von Eva Manz handelte von der grundlegenden Umformung, die Paderborn im 12. und 13. Jahrhundert erfuhr. Diese äußerte sich in zahlreichen städtebauliche Entwicklungen und infrastrukturellen Maßnahmen. Aus der bestehenden Bischofsstadt des 11. Jahrhunderts mit unterschiedlichen grundherrschaftlichen Bezügen entstand damals eine ‚neue‘ Stadt, umgeben von einer Befestigung. Der Vortrag stellte Ergebnisse der archäologischen Ausgrabungen bis zum Jahr 2016 vor, die diesen Wandel beleuchten.

Nach einer kurzen Einführung in die Archäologie von Schloss und Burg in Neuhaus führte Andreas Neuwöhner durch die neue Ausstellung zur Schlossgeschichte.

nach oben
 

Der derzeitige Vorstand der GeFAO e.V.: Dr. Sven Spiong, Robert Gündchen M.A., Dr. Michael Zelle, Dr. Johann-Sebastian Kühlborn, Dr. Thomas Janssens (v.l.n.r.) - Foto: © Heinz-Dieter Zutz.
 
         
   
  19./20. Mai 2018

Neuer Band der Gesellschaft zur Förderung der Archäologie in Ostwestfalen berichtet über Forschungsergebnisse und aktuelle Ausgrabungen und Funde

Von Andreas Götte

Paderborn. Die Paderborner Kleppergasse ist eine sogenannte „mehrperiodische Siedlung“ von der Eisenzeit bis zum Hochmittelalter. Generell hatte es damals wegen der Nähe zum Paderquellgebiet in Paderborn eine ungewöhnlich dichte Besiedlung gegeben. In der ehemaligen Wüstung Balhorn westlich von Paderborn lässt über die Hälfte der rund 25.000 gefundenen Tierknochen Rückschlüsse auf die damals lebenden Haussäuger zu. Und Scharmede bei Salzkotten ist deutlich älter als gedacht. Diese und weitere Forschungsergebnisse und aktuelle Ausgrabungen und Funde aus Ostwestfalen-Lippe stellt der neueste und bisher umfassendste Band der Reihe „Archäologie in Ostwestfalen“
der Gesellschaft zur Förderung der Archäologie in Ostwestfalen (GEFAO) vor, der gestern im Paderborner Stadtmuseum präsentiert wurde und156 Seiten umfasst. „Unser Ziel ist es, einem breiten archäologisch interessierten Publikum allgemeinverständlich, aber wissenschaftlich fundiert, Ergebnisse aus der Zeit der Jäger und Sammler bis hin zum Hochmittelalter vorzustellen“, sagt Archäologe und einer der Autoren, Jürgen Pape.

Schwerpunkt des Bandes ist Paderborn. Weitere Themen sind unter anderem die römische Militärpräsenz an der Lippe, die Falkenburg bei Detmold, Schwertfunde in Porta Westfalica und das neue Kinder- und Familienmuseum Spenge. Aufgelockert wird der Band mit vielen ansprechenden Fotos. Anhand von ausgewählten Beispielen gehen die Autoren in die Tiefe und haben ihre Beiträge entsprechend ihres wissenschaftlichen Anspruchs auch mit Fußnoten versehen. Das neue Werk ist zum Preis von 14,80 Euro im Buchhandel bestellbar und zudem in vielenMuseen in der Region erhältlich. In Paderborn gibt es den 13. Band im Stadtmuseum und in der Kaiserpfalz. Die Auflage beträgt 750 Stück. „Wir haben den Band komplett aus Eigenmitteln finanziert“, sagt GEFAO-Vorstandsmitglied Robert Gündchen.

Für das Paderborner Stadtmuseum ist die Archäologie enorm wichtig. „Ein großer Teil unserer gezeigten Objekte ist archäologischen Ursprungs“, sagt Museumsleiter Andreas Neuwöhner. Schwerpunkt sei der Kötterhagen.

Für die Paderborner Stadtarchäologin Sveva Gai „gibt es fast bei jeder Ausgrabung überraschende Ergebnisse“. Mittlerweile sei klar, dass nicht nur Paderborn, sondern der gesamte Paderborner Raum weit vor Kaiser Karl dem Großen, eine Kulturlandschaft war. Dazwischen liegen rund 1.000 Jahre. Laut Gai war eine Siedlung im nassen Paderquellgebiet wegen der erhöhten Uferwälle aus trockenem Kiesrücken möglich gewesen. Sogar völkerwanderungszeitliche Befunde seien entdeckt worden, so Gai. Die gebürtige Römerin hat sich im neuesten Band mit der Glasausstattung der Falkenburg, einem Adelssitz aus dem 17. Jahrhundert bei Detmold, beschäftigt.

Die GEFAO besteht nach Angaben von Robert Gündchen seit über 20 Jahren und unterstützt in erster Linie Archäologen mit der wissenschaftlichen Aufarbeitung von Ausgrabungsprojekten. Zurzeit besteht der Verein aus 120 Mitgliedern. Weitere sind willkommen.

Der nächste Band in der Reihe „Archäologie in Ostwestfalen“ ist in Planung.

Copyright © Neue Westfälische 2018

nach oben
 

(v. l.) Archäologe und Autor Jürgen Pape, Stadtarchäologin Sveva Gai und Robert Gündchen (Vorstandsmitglied Gesellschaft zur Förderung der Archäologie in Ostwestfalen) präsentieren den neuen Band. Copyright © Neue Westfälische 2018
 
         
       

15. Mai 2018


 

 

Duo con Spirito in der Margarethenkapelle

Porta Westfalica-Barkhausen (wk). Sportlich musste sein, wer am Sonntagnachmittag das vorzügliche Duo con Spirito in der Margarethenkapelle hören wollte. Aufgrund von Veranstaltungen an der Wittekindsburg gab es keine Parkmöglichkeit in der Nähe. Viele wichen zum Parkplatz am Denkmal aus. Der Weg von dort ist recht anspruchsvoll und wäre bei schlechtem Wetter kaum für das doch oft etwas reifere Konzertpublikum zu bewältigen.

Wer es rechtzeitig schaffte, wurde durch ein künstlerisch höchst ansprechendes Konzert entschädigt. Polychronis Karamatidis (Flöte) und Matei Rusu (Gitarre), die ihre Instrumente souverän beherrschten, führten Werke von John Dowland, J.S. Bach, Luigi Legnani, Erik Satie, Paul Merganger und Mario Castelnuovo-Tedesco auf.

Auffallend in der Mehrheit der Kompositionen war das ausgewogene Verhältnis zwischen den Instrumenten. Abgesehen von imitatorischen Abschnitten wechselte die Melodieführung zwischen Flöte und Gitarre, wobei erstere natürlich nicht mit Akkorden, jedoch mit begleitenden Umspielungen aufwarten konnte.

Die drei letztgenannten Komponisten gehören bereits dem 20. Jahrhundert an, aber die ausgewählten Stücke wirkten gemäßigt modern. Stellenweise war bei der Flöte Flatterzunge zu hören, bei Satie waren es Anklänge orientalischen Tonvorrats, aber selbst bei „Montagnes“, das laut einleitender Worte der abstrakten Musik zuzuordnen ist, konnte der unvoreingenommene Hörer die Weiten der Berggipfel erahnen. In der abschließenden Sonatina op. 205 endlich wurde auch die beliebte Siciliana der „alten“ Musik wiedererweckt – zwar mit moderneren Klängen, zum Ausgleich aber auch melodiös, periodisch, sequenzierend: anspruchsvollste Unterhaltungsmusik.

Bereits mit den ersten Tönen nahm das Duo gefangen: große Linien; wo es sein musste auch große (musikalische) Geste, mühelose Virtuosität, unbedingtes Eingehen aufeinander und herrlich „natürliches“ (wenn es denn immer so natürlich wäre!) Ausmusizieren, wo es angebracht war. Daher mehr als berechtigter, langer Applaus, der mit zwei stilistisch sehr unterschiedlichen Zugaben belohnt wurde. Beeindruckend, wie im letzten Stück aus musikalischem Nichts ein Kleinod gestaltet wurde.

Kleiner Tipp am Rande: Das Kauderwelsch des Programmtextes sollte von einem Kenner der deutschen Sprache gegengelesen werden.

Wolfgang Krems am 15.05.2018

Copyright © Mindener Tageblatt 2018

nach oben

 

Den Musikern gelang es, Flöte und Gitarre perfekt aufeinander abzustimmen.
Foto: Wolfgang Krems (© W. Krems)
 
         
       
  3. Mai 2018      
 

Klassik und Jazz in der Margarethenkapelle

Minden (mt). Die Besucher sind fasziniert von der mittelalterlichen Margarethenkapelle, die Musiker von der guten Akustik. Das sind zwei gute Gründe für die Gesellschaft zur Förderung der Archäologie in Ostwestfalen (GeFAO), ihre kleine, aber feine Konzertreihe in dem kleinen Gotteshaus auf dem Wittekindsberg fortzusetzen, sagen die Vorstandsmitglieder Jürgen Schünemann und Hans-Helmut Preusse. Bereits im fünften Jahr organisieren sie wieder zusammen mit der Musikhochschule Detmold und der Hochschule für Kirchenmusik in Herford drei Konzerte.

Zum Start tritt am Sonntag, 13. Mai, um 15 Uhr das griechisch-rumänische "Duo con Spirito". Der Flötist Polychronis Karamatidis und der Gitarrist Matei Rusu werden sich mit Werken von John Dowland, Johann Sebastian Bach, Eric Satie bis zu Mario Castelnuovo Tedesco vom 16. Jahrhundert bis in das 20. Jahrhundert vorarbeiten.

Eine neue Klangfarbe und einen neu gestalteten Ort bietet das zweite Konzert am 17. Juni. Das Jazz-Ensemble der Hochschule für Kirchenmusik beginnt um 15 Uhr wie gewohnt in der Margarethenkapelle. Werke von Thelonious Monk, Richard Rogers und Miles Davis wechselt mit sakralen Kompositionen. In der Pause soll das Publikum in den nur wenige Meter entfernten Saal der Wittekindsburg gehen, wo ebenfalls Jazz-Standards und Kirchenlieder interpretiert werden. "Ich s(w)inge dir mit Herz und Mund" hat Pual F. Knizewski das Programm betitelt.

Ein Trio mit Flöte, Viola und Harfe beschließt am 2. September die kleine Reihe in der Margarethenkapelle. Tekla Varga (Flöte), Verena Weber (Viola) und Louise Augoyard (Harfe) spielen Werke von Claude Debussy, Sofia Asgatowna Gubaidulina, Mel Bonis und Ladislas de Rohozinski.

Neben dem Musikgenuss will die Gesellschaft zur Förderung der Archäologie mit ihrer kleinen Reihe die Aufmerksamkeit der Besucher auf die historischen Relikte im Wittekindsberg lenken. Das sind neben der Kapelle die Grundmauern der Kreuzkirche aus dem zehnten Jahrhundert und die auf vorchristliche Zeit zurückgehende Wallburg, die ebenfalls Wittekindsburg genannt wird und in deren Nähe im 19. Jahrhundert das gleichnamige Ausflugslokal entstand. Mit der Eröffnung des sanierten Kaiser-Wilhelm-Denkmals erhofft sich die Gesellschaft mehr Aufmerksamkeit für die von ihr betreuten Bauten, denn darauf wird im neuen Infozentrum hingewiesen. Leider habe sich der Landschaftsverband Westfalen-Lippe, Eigentümer des Kaiser-Denkmals, nicht dazu entschließen können, einen Masterplan für den gesamten Wittekindsberg aufzustellen, bedauert Schünemann. Immerhin habe die Altertumskommission für eine frische Beschilderung gesorgt.

Für die Konzertbesucher werde die frisch errichtete Schranke an der Auffahrt zur Wittekindsburg geöffnet, berichtet Jürgen Schünemann. Bürgermeister Bernd Hedtmann sei wieder Schirmherr der Reihe und das Land NRW habe das Projekt mit einem Zuschuss gefördert.

Karten für die Konzerte sind ab sofort in der Buchhandlung Otto erhältlich, Besucher aller drei Konzerte erhalten einen Rabatt.

Ursula Koch am 03.05.2018
Copyright © Mindener Tageblatt 2018

nach oben

 

Der Flötist Polychronis Karamatidis und der Gitarrist Matei Rusu eröffnen als Duo con Spirito die kleine Reihe der Konzerte in der Margarethenkapelle. - © Foto: pr  
 
         
   
  1. Mai 2018

7. Tagung Römer in Nordwestdeutschland

Römer in Nordwestdeutschland – Alte Gewissheiten - Neue Perspektiven

27.-28. April 2018 im Lippischen Landesmuseum Detmold

Am 27. und 28. April 2018 veranstaltete das Lippische Landesmuseum in Detmold gemeinsam mit der Gesellschaft zur Förderung der Archäologie in Ostwestfalen e. V., dem Freundeskreis für Archäologie in Niedersachsen e. V. sowie mit der Ludwig-Maximilian-Universität München die Tagung „Römer in Nordwestdeutschland 2018. Alte Gewissheiten – Neue Perspektiven“. Zu diesem Anlass kamen etwa 30 Archäologinnen und Archäologen zusammen, darunter der Landesarchäologe von Niedersachsen, um aktuelle Forschungsergebnisse zur Präsenz der Römer in den Jahrzehnten um Christi Geburt im rechtsrheinischen Germanien sowie zeitgenössische einheimische Kulturen zu diskutieren. Dabei wurden auch neue Forschungen in Kalkriese thematisiert.

Mit dieser Tagung wurde eine Reihe von Veranstaltungen fortgesetzt, die seit den frühen 2000er Jahren alle zwei Jahre an wechselnden Orten stattfinden. Das Lippische Landesmuseum und die Stadt Detmold erwiesen sich durch die konzentrierte und angenehme Arbeitsatmosphäre wieder einmal als ein idealer Standort für wissenschaftliche Kolloquien.

nach oben
 

Die Tagungsteilnehmer. Foto: © Lippisches Landesmuseum
 
         
   
  29. April 2018      
 

Bereits im 5. Jahr - Musik mit jungen Künstlern in historischen Mauern auf dem Wittekindsberg

Auch in diesem Jahr findet die „Konzertreihe Wittekindsberg - Musik mit jungen Künstlern“ statt. 2014 initiierte die GESELLSCHAFT ZUR FÖRDERUNG DER ARCHÄOLOGIE IN OSTWESTFALEN (GeFAO) in Kooperation mit den Musikhochschulen Detmold und Herford-Witten die „KONZERTREIHE WITTEKINDSBERG“, um vor allem jungen Musikern die Möglichkeit zu bieten, in den historischen Gebäuden auf dem Wittekindsberg aufzutreten zu können, um sich künstlerisch in dieser besonderen Atmosphäre der Öffentlichkeit vorzustellen.
Die Konzerte finden in der wegen ihrer Akustik für Musikveranstaltungen oft gelobten Margarethenkapelle statt. Studierende der Musikhochschule Detmold und der Hochschule für Kirchenmusik Herford-Witten werden dort mit insgesamt 3 Konzerten auftreten:

Sonntag, 13. Mai 2018, 15.00 Uhr
Duo con Spirito - Flöte und Gitarre: Polychronis Karamatidis (Flöte) und Matei Rusu (Gitarre) spielen Werke von John Dowland, Johann Sebastian Bach, Luigi Legnani, Erik Satie, Paul Merganger und Mario Castelnuovo-Tedesco.
Sonntag, 17. Juni 2018, 15.00 Uhr
Jazz-Ensemble der Hochschule für Kirchenmusik Herford-Witten unter der Leitung von Paul F. Knizewski:
„Ich s(w)inge Dir mit Herz und Mund“: Wandelkonzert in der Margarethenkapelle und im Saal der Wittekindsburg.
Sonntag. 02. September, 15.00 Uhr
Trio Flöte - Viola - Harfe: Tekla Varga (Flöte),Verena Weber (Viola) und Louise Augoyard (Harfe) spielen Werke von Claude Debussy, Sofia Asgatowna Gubaidulina, Mel Bonis und Ladislas de Rohozinski.

Die GeFAO möchte mit diesen Veranstaltungen auf dem Wittekindsberg die Bevölkerung in der Region auch auf die historisch wertvollen Sehenswürdigkeiten im Areal der Wittekindsburg aufmerksam machen – die „Kreuzkirche Wittekindsberg“ (10. Jh.) im gläsernen Schutzbau und die spätromanische „Margarethenkapelle“ (frühes 13. Jh.) – im ebenfalls sehenswerten über 2.000 Jahre alten historischen Areal der „Wittekindsburg“ (Wallanlage 3./2. Jh.v.Chr. und 9. Jh.n.Chr.). Alles liegt mitten in erholsamer Natur (FFH-Gebiet) mit beeindruckender Aussicht aufs Wesertal und in unmittelbarer Nähe der Städte Bad Oeynhausen, Lübbecke, Porta Westfalica und Minden.

Karten für die Veranstaltungen gibt es im Vorverkauf in der Buchhandlung Otto in Minden am Dom oder direkt an der Kasse der Kapelle.

Pressemitteilung der GeFAO e.V.

nach oben

   
         
 
 

23. Februar 2018


 

Mindener Museum zeigt noch bis zum 1. Mai Wanderausstellung zu Geschlechterrollen seit der Urzeit

Das Mindener Museum präsentiert vom 27. Januar bis zum 1. Mai die Wanderausstellung „Ich Mann. Du Frau. Feste Rollen seit Urzeiten?“ des Archäologischen Museums Colombischlössle Freiburg.
Die Präsentation packt erstmals das aktuelle und kontroverse Thema der Geschlechterrollen an. Sie widmet sich der Leitfrage, ob es in der Urgeschichte tatsächlich festgelegte Aufgaben für Männer und Frauen gab oder ob diese Perspektive nicht dem patriarchalen Blick der Archäologie geschuldet ist. Inwiefern haben die Verhältnisse in der Urgeschichte, aber gerade auch in der Wissenschaft Auswirkungen auf unser heutiges Verständnis von weiblichen und männlichen Verhaltensmustern? Eine Frage, auf die die Ausstellung Antworten gibt. Zwei partizipative Installationen, welche den Einstieg und den Abschluss der Präsentation bilden, laden zudem zum aktiven Mitmachen ein. Die Ausstellung wird um zahlreiche archäologische Überreste aus der Region ergänzt, die zeigen, dass sich auch in unserem Raum das überkommene Verständnis eines klassischen Rollenverständnis von Frau und Mann nachweisen lässt. Als Ergebnis des Ausstellungsprojektes entstand in Kooperation mit der Universität Basel ein informatives Begleitbuch mit Beiträgen führender Vertreter*innen der Geschlechterforschung, das im Museumsshop zum Preis von 19,80 € erhältlich ist. Führungen für Gruppen durch die Ausstellung sind nach Absprache möglich. Am Do, 5.4., 17 Uhr und So, 15.4., 14 Uhr finden öffentliche Führungen statt. Nähere Informationen gibt es auch unter www.mindenermuseum.de

Mindener Museum, Di.-So. 12-18 Uhr; Sonderöffnungszeiten für Gruppen.

Weitere Infos unter www.mindenermuseum.de oder 0571 / 9724020 oder museum@minden.de


Rezension zum Begleitbuch der Ausstellung „Ich Mann. Du Frau. Feste Rollen seit Urzeiten?“:
 
http://www.hdfg.de/archiv/rezensionen/Rezension_Ich_Mann-du_Frau_Feste_Rollen_seit_Urzeiten.pdf


nach oben